Chronik der Teichlandradler von Oktober bis Dezember 2011


17. Dezember

Treibjagd

Traditionell zum Jahresende hat Tischlermeister Günter Gohr aus Neuendorf zur Treibjagd am Tagebaurand des zukünftigen "Ostsee" eingeladen. Pünktlich um 9.00 Uhr wurde durch die Jagdhornbläser die Jagd angeblasen. Nach Einweisung und Belehrung trieben 10 Jagdhelfer, darunter vier Teichlandradler, das Wild aus den dichten Kieferwäldern direkt vor die Flinten der 37 Jäger. Das Ergebnis von 4 Stunden Jagdzeit konnte sich sehen lassen. 15 Wildschweine, 2 Rehe, 1 Fuchs und 1 Marderhund wurden zur Strecke gebracht. Nach dem Aufbrechen und Verladen des Wildes konnten alle Beteiligten sich am Lagerfeuer mit Glühwein und warmer Wurst stärken. Die Strecke wurde dann in Neuendorf hinter der Tischlerei gelegt. Dort wurden traditionsgemäß die Schützen durch den Jagdleiter geehrt und durch die Jagdhornbläser die entsprechenden Musikstücke, "Schwein tot", "Reh tot", "Fuchs tot" und "Jagd Ende" geblasen. Mit einem zünftigen Wildschweinessen in der Tischlerei, musikalischer Unterhaltung durch Familie Mader aus Willmersdorf, sowie allerlei Jägerlatein wurde die Jagd gefeiert und ausgewertet.
PS.  Die Jagdhelfer sind alle Schussfrei ausgegangen!!!
 

Einweisung Ruhe vor der Jagd den Marderhund fing Peter mit der Hand ;-)
die Strecke "Fuchs tot" die "Mader's" machen Stimmung


Text und Fotos: Peter Richter


10. Dezember


Rentier Heidi und Knecht Liane in X-mas-Partylaune

Sturm aufs gar nicht so kalte Buffet


Alle Jahre wieder…

Dem Motto folgend gab es natürlich auch 2011 eine Weihnachtsfeier der Teichlandradler. Am 10. Dezember, das Hufgetrappel von Knecht Ruprechts Rentier konnte man schon in der Ferne hören, trafen wir uns in gemütlicher Runde im Gemeindehaus zu Maust. Bei leckerem Essen, zum Teil zubereitet von einigen der Teichlandradlerinnen, sowie dem einen und anderen geistigen Getränk, wurde noch einmal ordentlich über das vergangene Rad-Jahr philosophiert und Pläne für 2012 nicht nur besprochen, auch schon konkretisiert. Die Slideshow mit Bildern der Jahreshöhepunkte frischte das Erlebte nicht nur auf, ließ manchmal sogar noch einmal die Hände feucht werden, wie beim Anblick von rasenden Abfahrten im alpinen Terrain. Motivation pur, die „dunkle“ Jahreszeit gut und vor allem sportlich zu überstehen!
 


Regina und Heinz schufen Kunstwerke aus Menschen,
 

wie zum Beispiel "Ralf lässt seinen Drachen steigen"
 

Bello, dein Auftritt war Hollywood-reif
 
das Motto von Günters Kopfbekleidung gilt auch für 2012


Aber auch der kulturelle Teil kam an diesem Abend nicht zu kurz! Nein, nein…, weder der Weihnachtsmann, noch das Christkind hatten einen Auftritt! Gutgelaunte Vereinsmitglieder glänzten mit kleinen Vorträgen oder spielerischen Darbietungen, sehr zur Freude der versammelten Gemeinschaft. Der Höhepunkt des Abends war zweifelsohne eine Pantomime-Aufführung zweier Damen der "Mauster Frauenpower", welche sich um die Geschehnisse an einer Bushaltestelle rankte. Applaus dafür, noch einmal an dieser Stelle!
Und dann kam natürlich das, was immer kommt oder kommen muss! Das Tanzbein wurde ordentlich geschwungen… Wer wann in den frühen Morgenstunden das Licht ausgeschalten hat, dies ist dem Verfasser dieser Zeilen nicht überliefert worden!
 


Pantomime = Erzählen ohne Worte und lachen bis der Notarzt kommt
 


Im Namen des Vorstandes der Teichlandradler hier auch ein großes Dankeschön an alle Mitglieder und Freunde, an die Sponsoren und Gönner aus den Gemeinden, Unternehmen und Vereinen, welche ein so reges Sportjahr mit so würdigem Abschluss erst ermöglicht haben!
 

Text und Fotos: Volker Roßberg

 

26./27. November

 
Auch in diesem Jahr fand die Adventsausstellung im November in Teichland statt. Mit großem Erfolg waren künstlerische Erzeugnisse, ausschließlich hergestellt von Einwohnern aus Teichland, zu sehen. Die Vielfalt der Exponate (Bilder, Drechsel-, Holzschnitz-, Töpfer- und Patchworkerzeugnisse, sowie Basteleien aus Papier) erfreuten sich großer Beliebtheit und Anerkennung der fast 400 Besucher. Von den insgesamt 19 Ausstellern waren auch fünf Teichlandradler maßgeblich am Erfolg beteiligt.
 
       
       

Text und Fotos: Heinz Noack


4. November

Preisskat der Teichlandradler

 

Heinz rettet die Ehre der Teichlandradler!

Am 4. 11. trafen sich 18 Skatfreunde bei uns im Gemeindehaus zum Preisskat. Gespielt wurden 2 Runden an 6 Dreiertischen, was das  diesmal für schnelle Runden sorgte. Wir Teilnehmer der Teichlandradler hatten diesmal ein ganz schlechtes Blatt. Außer unserer Heinz Noack konnte unsere Ehre noch ein wenig mit seinem 2. Platz retten.
Gleichzeitig trafen unsere Teichlandradler-Frauen sich zu einen Romméabend und die Begeisterung bei ihnen war ziemlich groß, so dass parallel zu unseren Skat auch wieder Rommé gespielt wurde.
 

Reiner Schwarz 1.494 Punkte
Heinz Noack 1.472 Punkte
Heinz Krenz 1.429 Punkte
Peter Fischer 1.400 Punkte
Horst Forweiser 1.362 Punkte

Text: Andreas Hansel

15. Oktober

   
   

Leute, wer hat da an der Uhr gedreht. Wo ist das Jahr nur geblieben. Traditionell treffen wir uns zum Ausklang der Saison zur letzten gemeinsamen Ausfahrt. Heimatkunde mit dem Rad und unser Tagesziel ist diesmal Straupitz im Spreewald.
Es ist Herbst und die Natur zeigt sich von ihrer buntesten Seite. Wir genießen die Fahrt, denn wir haben Zeit. Heute brauchen wir nicht in den Lenker zu beißen. Kein Tunnelblick und unseren Flüssigkeitshaushalt regulieren wir mal aus kleinen Fläschchen.
Der erste kulturelle Höhepunkt ist die wunderschöne Straupitzer  Kirche. Erbaut im 19. Jahrhundert durch den in dieser Zeit wohl bekanntesten Baumeister und Architekten Karl Friedrich Schinkel. Horst Laube hat für uns in Vorbereitung auf diese Besichtigung eine Führung organisiert. Aus berufenem Munde konnten wir so einiges zur Geschichte der Kirche erfahren. Untermalt wurde der sehr interessante und kurzweilige Vortrag immer wieder  mit dem Trompeten- und Orgelspiel von Kai-Uwe und einer jungen Organistin aus Straupitz. Das Ave-Maria, in dieser Kirche vorgetragen, ist schon etwas Besonderes. Nach abschließender Turmbesteigung hatten wir uns dann wirklich etwas zur Stärkung verdient.
 

   
   

In der Gaststätte „Zur Byttna“ war der Tisch bereits  gut gedeckt. Wenn Teichlandradler Hunger haben, müssen Schweine sterben! Schmatzend schwatzen – wir haben uns so viel zu erzählen.
Nach dem Essen soll man ruhen oder was mit dem Radel tun. Bewegung ist gut für die Verdauung. 300m bis zum Speicher. Endlich Pause bei Kaffee und Kuchen. Die Sonne scheint uns aufs Gemüt, wir machen alles richtig. So mancher Witz strapaziert sonst vernachlässigte Muskeln. Bei dem Wetter kann man nur gute Laune haben.
Und wieder rauf aufs Rad. Auch die Straupitzer Mühle und der alte Bahnhof sind noch sehenswert. Die Sonne wandert langsam Richtung Westen. Viele wollen nun nach Hause, andere gönnen sich noch eine Kaffeepause. War doch schön heute und wieder was dazu gelernt -  Heimatkunde eben.

Ach ja, Dank Euch beiden, Heidi Dir und Horst Dir ebenso für Eure Müh. Wir denken gern zurück an diesen tollen Tag.

Hoffentlich dauert der Winter nicht wieder eine Ewigkeit. Wir freuen uns auf die neue Saison.
 

Text: Uwe Büttner / Fotos: Peter Richter

 

30. September - 3. Oktober


Inselsafari auf Usedom


Aus beruflichen Gründen hat Rosi Ihre zweite Heimat in Heringsdorf auf Usedom gefunden. Deshalb hält sich auch Peter  viel auf der Sonneninsel auf und nutzt dort natürlich jede Gelegenheit für Touren mit dem Fahrrad. Die Schönheit der Insel, die mit
offenem Meer, Binnenseen, Hügellandschaften und weitem, ebenen Wiesenland zu den wohl abwechslungsreichsten Landschaften Deutschlands zählt, brachte ihn auf die Idee einer Inselsafari mit den Teichlandradlern.
Am Wochenende vom 30.9.-3.10.2011 konnten wir diese Idee nun in die Tat umsetzen. Insgesamt 22 Radler  begaben sich am Freitag auf die Reise nach dem Norden. Eine nicht ganz gewöhnliche Anreise hatten dabei Uwe und Siglinde mit einem Sportflugzeug. Siglinde wollte das Reiseziel und das für das gesamte Wochenende prognostizierte herrliche Spätsommerwetter mit ihrem Hobby, der Fliegerei verbinden.
Peter hatte für uns alle Unterkünfte auf dem Zeltplatz von Zinnowitz organisiert.
Die Insel bietet ein vorbildlich ausgebautes Netz von Radwegen. Man kann nahezu alle Sehenswürdigkeiten und Ausflugsziele Usedoms mit dem Fahrrad erkunden. Unsere Touren, die wir teilweise  alle gemeinsam oder in 2 Gruppen unternahmen, führten uns vorbei an zahlreichen Binnenseen, wie den Kölpinsee oder den Schmollensee. Die Ruhe des Usedomer Hinterlandes und  die Artenvielfalt der Tier- und Pflanzenwelt luden immer wieder zum Verweilen ein.
In Strandnähe an den Uferpromenaden herrschte dagegen auf Grund des schönen Wetters und der Herbstferien reges Treiben. Die mondänen und teilweise sehr noblen Seebäder von Heringsdorf und  Bansin, durch die unser Weg führte, waren auch an diesem Wochenende ein Magnet für viele Touristen.
Für einige von uns war am Sonntag das Historisch-Technisches Museum Peenemünde eine Reise zurück in die Geschichte der Insel. Zwischen 1936 und 1945 befand sich hier eines der modernsten Technologiezentren der Welt. Die Entwicklung und der Bau von Flugkörpern, wie der V2, sollten zu jener Zeit militärische Überlegenheit schaffen. Im Hafen von Peenemünde kann man außerdem ein russisches U-Boot auch von innen besichtigen.
Besonders beeindruckend ist die touristische Entwicklung  der Insel seit der deutschen Wiedervereinigung.  An vielen, zumeist landschaftlich sehr schönen Stellen Usedoms sind moderne Ferienhäuser, kleine Pensionen, Ferienzimmer und kleine Hotels entstanden.
Ein insgesamt sehr schönes Wochenende wurde leider von einem sehr bedauerlichen Unfall überschattet. Dieter war mit seinem Rad am ersten Tag so schwer gestürzt, dass er mit Gesichtsverletzungen ins Krankenhaus eingeliefert werden musste und noch am  selben Tag operiert wurde. Das drückte ein bisschen die gute Stimmung. Wir wünschen ihm von dieser Stelle aus gute Besserung.
Abschließend möchten wir uns erstens bei der Teichlandstiftung bedanken, die uns freundlicherweise ihren Bus zur Verfügung gestellt hat, und  im Besonderen bei  Peter für die Organisation und Durchführung des Usedom-Wochenendes
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Text & Fotos: Uwe Büttner

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